
- Crithidia luciliae: Antikörper gegen dsDNS.
- Nachweis von Antikörpern gegen dsDNS.
- Indikation: Lupus erythematodes disseminatus.
- Ausgangsverdünnung: 1:10, Konjugatklasse Anti-Human-IgG, FITC-markiert.
- Zum Nachweis der Autoantikörper gegen doppelsträngige, native DNS (dsDNS, nDNS) durch indirekte Immunfluoreszenz werden tierpathogene Hämoflagellaten der Art Crithidia luciliae eingesetzt. Diese Einzeller besitzen ein Doppelstrang-DNS-haltiges Riesenmitochondrium (Kinetoplast), das im wesentlichen keines der übrigen in den Zellkernen enthaltenen Antigene aufweist. Autoantikörper, die mit dem Kinetoplasten reagieren, sind daher ausschließlich gegen dsDNS gerichtet.
- Die Sensitivität beim Nachweis der Antikörper gegen dsDNS ist mit Crithidia luciliae weitaus höher als mit HEp-2-Zellen oder Gefrierschnitten, zum einen aufgrund der unterschiedlichen Antigendichte im Substrat, zum anderen weil die Seren bei Crithidia luciliae um den Faktor 10 schwächer verdünnt werden als beim ANA-Standardansatz. ELISA- oder RIA-Systeme sind im allgemeinen noch empfindlicher als IFT mit Crithidia luciliae, dafür ist aber die Immunfluoreszenz spezifischer für den SLE. Titer ab 1:10 sind bei Vorliegen der entsprechenden Symptome beweisend.

- Inkubierter ELISA Anti-dsDNS-NcX.
- Monospezifischer Nachweis von Antikörpern gegen dsDNS.
- Indikation: Lupus erythematodes disseminatus.
- Serumverdünnung 1 : 200, Konjugatklasse Anti-Human-IgG, Peroxidase-markiert.
- Antikörper gegen dsDNS können jeweils quantitativ in IE/ml bestimmt werden.
- 3-Punkt-Kalibrierung, quantitativ.
- Antigen: Doppelstrang-DNS, komplexiert mit Nukleosomen (NcX).
- Der Anti-dsDNS-NcX-ELISA zeichnet sich aufgrund seiner guten Spezifität und Sensitivität durch eine hohe diagnostische Effizienz aus. Die mit dem ELISA in hohen Konzentrationen nachgewiesenen Autoantikörper gegen dsDNS gelten als zuverlässige Marker für die Diagnose oder Vorhersage eines SLE. Individuelle Veränderungen der dsDNS-Antikörperkonzentrationen korrelieren mit der Aktivität der Erkrankung und können zur Verlaufsbeobachtung bei Patienten mit SLE eingesetzt werden. Unter immunsuppressiver Therapie und bei klinischer Remission sind im ELISA meist keine dsDNS-Antikörper mehr nachweisbar.
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- RIA Anti-dsDNS.
- Monospezifischer Nachweis von Antikörpern gegen dsDNS.
- Indikation: Lupus erythematodes disseminatus.
- Verwendung unverdünnter Proben.
- Antigen: 125I-markierte dsDNS aus Plasmid-DNS.
- Seit jeher kommt dem Radioimmuntest nach Farr eine besondere Bedeutung zu. Im großen Ganzen besitzt er die Spezifität der Immunfluoreszenz und die Sensitivität des ELISA. Seine bekannte hohe diagnostische Effizienz beruht offenbar darauf, dass ausschließlich derjenige Anteil der Anti-dsDNS-Antikörper zum Messsignal beiträgt, der in der Lage ist, in flüssiger Phase mit zirkulierender DNS größere präzipitierende Immunkomplexe zu bilden. Das Prinzip des Farr-Tests spiegelt sozusagen den maßgeblichen Schritt im Pathomechanismus des SLE wider: Die Bildung der entsprechenden Immunkomplexe, die sich in Gelenken, Subcutis, Niere, Leber und anderen Organen ablagern.
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