
- Im ersten Inkubationsschritt werden die zu untersuchenden Patientenseren mit 125I-markiertem Antigen in Polystyrol-Röhrchen inkubiert. Die in den Seren enthaltenen spezifischen Antikörper binden sich an das Antigen.
- Im zweiten Inkubationsschritt werden die entstandenen Antigen-Antikörper-Komplexe durch Zugabe eines Präzipitationsreagenzes ausgefällt.
- Nach Waschen des Präzipitats mit Puffer, Zentrifugation und Dekantieren des flüssigen Überstandes wird die im Präzipitat vorhandene Radioaktivität im Gamma-Zähler gemessen. Die Intensität der radioaktiven Strahlung ist proportional zur Konzentration der spezifischen Antikörper im Patientenserum.
- Die quantitative Auswertung erfolgt mit Hilfe einer Kalibrationskurve.
Testprinzip RIA (Coated Tubes)
- Bei den RIA-Tests (Coated Tubes) handelt es sich um kompetitive Ligandenassays sowohl für Antikörper- als auch für Antigenbestimmungen.
- Die Intensität der radioaktiven Strahlung ist dabei umgekehrt proportional zur Konzentration der spezifischen Antikörper oder des Antigens in der Probe.
- Die quantitative Auswertung der Antigen-/Antikörperkonzentration erfolgt mit Hilfe einer Kalibrationskurve.
- Bei diesem Testprinzip liegen direkt oder indirekt an die Innenwand von Polystorol-Röhrchen gebundene monoklonale Antikörper vor.
- Im ersten Inkubationsschritt werden die zu untersuchenden Patientenseren zusammen mit monoklonalen 125I-markierten Antikörpern in den Coated Tubes inkubiert.
- Das Antigen in der Probe wird sowohl von den immobilisierten Antikörpern, als auch von den 125I-markierten Antikörpern gebunden, es entsteht ein festphasengebundener Sandwich-Komplex.
- Die nicht gebundenen 125I-markierten Antikörper werden durch Waschen und anschließendes Dekantieren entfernt. Die Intensität der radioaktiven Strahlung ist proportional zur Konzentration der Antigene im Patientenserum.
- Die quantitative Auswertung der Antigenkonzentration erfolgt mit Hilfe einer Kalibrationskurve.
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- Einfache Durchführung der Tests.
- Synchrone Abarbeitung der Proben, auch bei parallelem Ansatz verschiedener Radioimmuntests.
- Gebrauchsfertige Reagenzien (mögl. Ausnahmen: Tracer, Präzipitationsreagenz).
- Unterschiedliche Testsatzformate für kleine und große Probenserien.
- Durch den großen Messbereich der EUROIMMUN-RIA sind Wiederholungsmessungen mit anderen Probenverdünnungen i. d. R. nicht nötig.
- Einfache Auswertung der Testergebnisse.
- Jeder Test kann optional mit Kontrollen, die dem Testsatz beiliegen, evaluiert werden. Für alle Kontrollen sind Testsatz-spezifische Referenzbereiche angegeben.
- Die EUROIMMUN-Radioimmuntests zeichnen sich durch folgende analytische Eigenschaften aus:
– hohe analytische Spezifität.
– hohe Nachweisempfindlichkeit.
– hohe klinische Sensitivität und Spezifität.
– gute Reproduzierbarkeit.
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