Die EUROIMMUN-Innovationen auf einen Blick (Archiv)
Die aktuellen Schlageilen finden Sie hier.
EUROIMMUN auf der MEDICA in Düsseldorf, 18. - 21. November 2009: Innovationen für das serologische Labor
Die Firma EUROIMMUN wird Ihnen auf der MEDICA 2009 wieder eine Fülle interessanter Neuentwicklungen präsentieren, auf den Gebieten Autoimmun-Diagnostik, Infektions-Serologie und Allergologie. Sie finden uns in Halle 1 (Stand A 8). Machen Sie sich ein Bild davon, welche innovativen Diagnostika wir für den Bereich Serologie geschaffen haben:
Neue Testsysteme (ausgewählte Beispiele)
– Reagenzien zum Nachweis der Autoantikörper bei bullösen Dermatosen (Anti-BP180, Anti-BP230, Anti-Desmoglein-1, Anti-Desmoglein-3 und andere).
– Untersuchung der Autoantikörper gegen Glutamatrezeptoren mittels IIFT, z. B. Anti-NMDA-Rezeptoren.
– Plattform zur Microarray-Diagnostik (EUROArray), z. B. Untersuchung der HLA-B27-Allele zum Nachweis der ankylosierenden Spondylarthritis (BioChancePLUS-Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung).
– Demnächst verfügbar: Auf höchste Kundenfreundlichkeit getrimmte Testsysteme für die Liquor-Diagnostik (z. B. Liquor-Serum-Kontrollpaar in jedem Testsatz enthalten, entsprechend RiliBÄK-Empfehlung für Qualitätssicherung in der Liquor-Diagnostik, Speicherung der Kalibrationskurve möglich – für kostengünstiges komfortables Arbeiten).
Automatisierungslösungen
– Die Laborsoftware „EUROLabOffice“ für die Perfektionierung Ihres Antikörper-Labors (z. B. Eingabe von Immunfluoreszenz-Befunden direkt am Mikroskop, Unterzeichnung der Befunde online von jedem Ort der Welt aus).
– Das automatische LED-Mikroskop „EUROScope“ (computergesteuerter Kreuztisch mit Autofocus-Funktion und Objektträger-Magazin zur vollautomatischen Bildaufnahme) und die IIFT-Mustererkennungs-Software EUROPattern für die Auswertung Ihrer ANA-Objektträger.
– Die ELISA-Automaten EUROIMMUN Analyzer I und EUROIMMUN Analyzer I-2P.
– Der kostengünstige EUROBlotMaster für die Inkubation Ihrer Immunblots sowie das System EUROLineScan für die automatische Auswertung und Archivierung – entweder mittels Kamerasystem (EUROBlotCamera) oder mittels Flachbettscanner (EUROBlotScanner).
Zusammen mit der Firma Carl Zeiss veranstalten wir wieder einen Kurs zum Thema „Autoantikörper-Diagnostik mittels IIFT, Enzymimmuntests und RIA“ (MEDICA-Kongress-Nr. 338), der dieses Jahr bereits am MEDICA-Freitag (20.11.2009) stattfindet. Der Kurs beginnt 13.30 (!) Uhr und endet 18.00 Uhr. Ort: CCD Süd, 2. OG, Raum 28. Er ist von der Nordrheinischen Akademie für ärztl. Fort- und Weiterbildung mit 4 CME-Punkten zertifiziert. Interessenten können sich online anmelden (www.medica.de).
Aktuelle Produktbeispiele auf einen Blick
Autoimmunhepatitis-Diagnostik mit der Zell-Linie VSM47: Eine neue Möglichkeit zur sicheren Bestimmung von Anti-F-Actin-Antikörpern
Bei der Autoimmunhepatitis (AIH) handelt es sich um eine immunvermittelte chronische Entzündung der Leber. Zur Absicherung der Diagnose und zum Ausschluss einer kombinierten Lebererkrankung (Overlap-Syndrom) ist eine Abgrenzung der AIH gegenüber einer Alkohol- oder Medikamenten-induzierten Zirrhose und anderen chronischen Entzündungen der Leber unumgänglich.
Die Bestimmung von Antikörpern gegen F-Actin ist von besonderer Bedeutung für die Diagnose der Autoimmunhepatitis. Im Gegensatz zu anderen ASMA sind Antikörper gegen F-Actin ein sehr spezifischer Marker für eine AIH Typ I. Sie können weder durch ELISA noch durch Westernblot bestimmt werden, da sie gegen Konformationsepitope gerichtet sind, die nur in Gefrierschnitten erhalten bleiben. Da keine geeigneten monospezifischen Tests zur Verfügung stehen, ist die eindeutige Bestimmung in der IIFT hier so wichtig.
Aus diesem Grunde hat EUROIMMUN die Zell-Linie VSM47 (vascular smooth muscle) entwickelt. Mit dieser neuen Zell-Linie lassen sich mikrofilamentöse (MF) Fluoreszenzmuster einfach und eindeutig von Non-MF-Mustern unterscheiden. Die Verwendung der Zell-Linie VSM47 erleichtert und sichert so die Diagnose und stellt damit einen neuen Standard in der Diagnostik der AIH dar.
Siehe auch:
Villalta et al., Autoimmunity 2008
Evaluiert von internationalen Experten: EUROIMMUN-Testsysteme für die Rheuma-Serologie
Mehrere Arbeitsgruppen bei EUROIMMUN arbeiten mit großem Eifer an der Entwicklung modernster Reagenzien. Besonders am Herzen liegt uns die Diagnostik rheumatischer Erkrankungen. Einige unserer Testsysteme für die Rheuma-Serologie möchten wir im Folgenden kurz vorstellen:
Als Pionier bei der weltweiten Einführung der Anti-CCP-Diagnostik gehört EUROIMMUN zu den wenigen Unternehmen, die einen Anti-CCP-ELISA entsprechend dem Original-Patent von Walter van Venrooij et al. anbieten dürfen. Hinsichtlich der Krankheits-Spezifität wird das EUROIMMUN-Testsystem von keinem anderen der angepriesenen Tests übertroffen (
N. Bizzaro et al., 2006, 5th International Congress on Autoimmunity, Sorrent, Italien): Manche Hersteller setzen suboptimale Antigene ein, um das Patent zu umgehen. Der Anti-CCP-ELISA nimmt dagegen einen Spitzenplatz in der Diagnostik der Rheumatoiden Arthritis ein.
Ein neuer Meilenstein in der serologischen Diagnostik des Systemischen Lupus erythematodes (SLE) ist der Anti-dsDNS-NcX-ELISA. Die DNS wird jetzt über hoch gereinigte, hauchdünn aufgetragene Nukleosomen als Linkersubstanz an die Oberfläche gekoppelt, nicht mehr über Polylysin oder Protaminsulfat, die manchmal Ziele unspezifischer Reaktionen darstellen. Aufgrund der neuen Beschichtungstechnik ist der Anti-dsDNS-NcX-ELISA deutlich sensitiver als herkömmliche Anti-dsDNS-Tests: In einem großen SLE-Kollektiv (
R. Biesen et al., 2008, Lupus 17(5): 506-507) wurde für ihn bei einer Spezifität von 98% eine Sensitivität von 60,8% ermittelt (Anti-dsDNS-RIA nach Farr: 53,1%, konventioneller Anti-dsDNS-ELISA: 35,4%, C. luciliae IIFT: 27,4%).
Unter der Bezeichnung „EUROLINE“ bietet EUROIMMUN eine Anzahl verschiedener Linienblot-Systeme an, die besonders bei der Bestimmung von Antikörperprofilen großen Nutzen bringen – in Autoimmundiagnostik, Infektions-Serologie und Allergie. EUROIMMUN-Forscher haben unter Einsatz solcher EUROLINE-Profile die Krankheits-Spezifität der Antikörper gegen Ro-52 überprüft: In Kooperation mit der Charité, Berlin, und dem You-An-Hospital, Peking, konnte bestätigt werden, dass Antikörper gegen Ro-52 keine feste Krankheits-Assoziation besitzen, sondern bei einer Vielzahl verschiedener Autoimmun- und sogar Infektionserkrankungen vorkommen (
Meyer et al., 2008, Annals of the Rheumatic Diseases 67 (Suppl. II): 146). Setzen Sie daher für die Diagnostik des Sjögren-Syndroms und des SLE zum Nachweis von Anti-SS-A keine Testsysteme ein, die ein Gemisch von SS-A (60 kDa) und Ro-52 verwenden – hier sind unspezifische Reaktionen vorprogrammiert!
Höchste Sicherheit in der Schwangerenbetreuung: Nachweis von IgM-Antikörpern gegen Varizella-Zoster-Virus mit hochgereinigten Virusproteinen anstelle von Zell-Lysaten
Ein Kennzeichen des Varizella-Zoster-Virus (VZV) ist seine besonders hohe Kontagiosität. Im Rahmen einer primären VZV-Infektion während der Schwangerschaft stellen dabei das kongenitale Varizellensyndrom sowie die neonatale Varizelleninfektion seltene, jedoch äußerst schwerwiegende Komplikationen dar. Bei mütterlichem Varizellenkontakt ist es daher in besonderem Maße erforderlich, einen eindeutigen serologischen Befund zu erheben. Herkömmliche ELISA-Systeme zum Antikörpernachweis gegen das Varizella-Zoster-Virus setzen als Zielstruktur Lysate von VZV-infizierten Zellen ein. Zwangsläufig werden mit solchen Reagenzien auch Reaktionen gegen nicht virale Antigene erfasst, die zu unspezifischen, bzw. nicht eindeutig interpretierbaren Ergebnissen führen.
Wissenschaftler der EUROIMMUN haben nun ein ELISA-Testsystem zum Nachweis von VZV-Antikörpern der Klasse IgM entwickelt, das als Testsubstrat die viralen Hauptzielantigene in Form hochgereinigter Glyko-proteine verwendet. Bei gleichbleibender Sensitivität werden falsch-positive Ergebnisse dadurch auf ein Minimum reduziert. In einer klinischen Studie stellte der neue Anti-VZV-Glykoprotein-ELISA (Bestell-Nr.: EI 2650-9601-2 M) seine unübertroffene Spezifität gerade im Kollektiv der schwangeren Frauen unter Beweis.
Die Durchführungszeit des neuen Anti-VZV-ELISA beträgt nur 75 Minuten, was der kurzen Inkubationszeit aller EUROIMMUN-ELISA für die Infektions-Serologie entspricht. Bei einem umfangreichen Probenaufkommen empfehlen wir Ihnen, den ELISA-Automaten „EUROIMMUN Analyzer I“ einzusetzen, mit dem die gesamte EUROIMMUN-Produktpalette für die Bereiche Infektions-Serologie, Autoimmundiagnostik und Allergie mühelos abgearbeitet werden kann.
EUROIMMUN - Die Allergie-Experten
vom 14.11. bis 15.11.2008 fand das 29. Mönchengladbacher Allergie-Seminar (MAS) in Kooperation mit dem Berufsverband der Pneumologen Nordrhein Westfalen statt. Sie finden uns dort am Stand Nummer 16. Weitere Informationen zu diesem Kongress erhalten Sie auf der Internetseite http://www.allergieseminar.de.
In diesem Jahr stellte EUROIMMUN als Neuheit den Marker zur Bestimmung spezifischer IgE-Antikörper gegen Kreuzreagierende Kohlenhydratepitope (CCD) vor. Diese Zusatzinformation gibt einen Hinweis auf die klinische Relevanz der allergenspezifischen IgE-Ergebnisse und dient als Interpretationshilfe. Ab Herbst 2008 zusätzlich auf allen EUROLINE Allergie-Profilen!
Der EUROLINE ist ein Multiparameter-Test auf Membranbasis für den semiquantitativen Nachweis von bis zu 36 verschiedenen Allergenen mit einer Inkubation. Er bietet Ihnen eine Auswahl verschiedener Allergen-Profile für die effiziente Allergiediagnostik. Zur vollautomatischen Auswertung des EUROLINE haben wir für Sie das Programm EUROLineScan entwickelt: Ein Flachbettscanner (EUROBlotScanner) oder unser Kamerasystem EUROBlotCamera erfasst die inkubierten Blotstreifen, EUROLineScan misst die Bandenintensitäten, verwaltet die Befunde und archiviert sie. In Verbindung mit dem EUROBlotMaster als kostengünstiges Gerät für die automatische Inkubation bieten wir Ihnen ein Gerätesystem, das sich individuell an Ihre Laborbedürfnisse anpasst und neben den Allergie-EUROLINE auch mit allen EUROIMMUN Blot-Produkten der Sparten Autoantikörper- und Infektions-Serologie kombinierbar ist.
Mehr Informationen
Das EUROIMMUN Allercoat™System beruht auf der ELISA-Technik und dient der quantitativen Bestimmung von Antikörpern gegen Einzelallergene. Die Palette umfasst über 600 verschiedene Allergene und Allergengemische. Gerne liefern wir nach Ihren Wünschen vorbestückte Mikrotiterplatten – Ihre Bestellung erfolgt dabei online oder per Telefax über die von uns bereitgestellte EUROIMMUN Allercoat-Software, die ebenfalls zur Probenverwaltung und automatisierten Auswertung verwendet werden kann. Zur vollautomatischen Untersuchung der Proben steht Ihnen der ELISA-Vollautomat EUROIMMUN Analyzer I zur Verfügung, mit dem Sie nicht nur sämtliche Allergie-Parameter, sondern auch die ganze EUROIMMUN-Testpalette für die Autoantikörper- und Infektions-Serologie abarbeiten können.
Mehr Informationen
EUROIMMUN auf der MEDICA in Düsseldorf, 19. - 22. November 2008
Die Firma EUROIMMUN wird auf der MEDICA 2008 wieder eine Fülle interessanter Neuentwicklungen präsentieren, auf den Gebieten Autoimmun-Diagnostik, Infektions-Serologie und Allergologie. Sie finden uns in Halle 1 (Stand A 8).
Das Thema „Laborautomatisierung“ rückt immer mehr in den Vordergrund. Für den Teilbereich „Serologie“ haben wir einige bemerkenswerte Lösungen geschaffen:
- Die Laborsoftware „EUROLabOffice“ dient der Perfektionierung Ihres Antikörper-Labors. Immunfluoreszenz-Befunde werden z. B. direkt am Mikroskop in die EDV eingegeben. Zur Reduktion der Verwechslungsgefahr wird dabei die genaue Position des gerade beurteilten Reaktionsfeldes registriert, und das Programm ordnet die eingetragenen Resultate exakt dem richtigen Patienten zu. Fertige Befunde können Sie online von jedem Ort der Welt aus (z. B. Bahamas) unterzeichnen, bei Unklarheiten zaubert Ihnen ein Mausklick die hinterlegten IIFT-Muster auf den Bildschirm. Wir helfen Ihnen dabei, EUROLabOffice an Ihre eigene EDV anzuschließen.
- Mit dem Mikroskop EUROStar II und der IIFT-Mustererkennungs-Software EUROPattern werden Ihre ANA-Objektträger automatisch ausgewertet. Und für Ihre ANCA-Diagnostik haben wir einen tollen BIOCHIP mit HEp-2-Zellen entwickelt, die mit Granulocyten beschichtet sind, zur Abgrenzung pANCA-positiver von ANA-positiven Reaktionen.
- Der bewährte ELISA-Automat EUROIMMUN Analyzer I wird nun ergänzt durch einen kleinen Bruder, den EUROIMMUN Analyzer I-2P, der insbesondere für kleinere und mittlere Laboratorien gedacht ist. Alle innovativen Software-Lösungen des großen Gerätes sind auch in der kleineren Version enthalten.
- Für die Inkubation Ihrer Immunblots steht das robuste und preisgünstige Gerät EUROBlotMaster zur Verfügung. Die Blotstreifen werden mit dem System EUROLineScan – entweder mittels Kamerasystem (EUROBlotCamera) oder mittels Flachbettscanner (EUROBlotScanner) – automatisch ausgewertet und archiviert.
Zusammen mit der Firma Carl Zeiss veranstalten wir am MEDICA-Samstag, den 22.11.2008, wieder unseren „Immunfluoreszenzkurs“ (MEDICA-Kongress-Nr. 436). Das Programm ist in diesem Jahr vor allem für erfahrene Diagnostiker ausgelegt. Der Kurs beginnt 13.30 (!) Uhr und endet 18.00 Uhr. Ort: CCD Süd, 2. OG, Raum 27. Er ist von der Nordrheinischen Akademie für ärztl. Fort- und Weiterbildung mit 5 CME-Punkten zertifiziert. Interessenten können sich in Düsseldorf anmelden (www.medica.de).
Anti-CCP-Tests: Die Spreu vom Weizen trennen
Es gibt gute Nachrichten: Seit 1. Juli 2007 kann man die Untersuchung der Antikörper gegen CCP (cyclisches citrulliniertes Peptid) mit den Krankenkassen abrechnen. Der Anti-CCP-Nachweis hat aufgrund seiner hohen Spezifität für die Rheumatoide Arthritis (RA) und seiner prognostischen Aussagefähigkeit den Rheumafaktoren den Rang abgelaufen (Spezifität: Anti-CCP 97%, Rheumafaktoren 62%, A. Vasishta, Am. Clin. Lab. 21:34, 2002). EUROIMMUN informiert das Fachpublikum bereits seit fünf Jahren weltweit über diesen Parameter und war sein maßgeblicher Wegbereiter. Nicht alle heute auf dem Markt erhältlichen Anti-Citrullin-ELISA erreichen so hohe Spezifitätswerte. In vergleichenden Studien schneiden häufig solche Tests schlecht ab, die keine optimierten CCP-Antigene der 2. Generation (W. van Venrooij et al. (2002) Neth. J. Med. 60:383) verwenden, sondern andere citrullinierte Peptide. Dieser Tatsache hat auch die Bundes-KV Rechnung getragen, indem nur die Bestimmung der Antikörper gegen CCP abgerechnet werden darf (Deutsches Ärzteblatt, Jg. 104, Heft 6, A377), nicht jedoch gegen andere Antigene, wie „MCV“, „CPA“ oder „citrullinierte IgG-Fragmente“. Der EUROIMMUN Anti-CCP-ELISA nimmt dagegen einen Spitzenplatz ein – hinsichtlich der Spezifität wird er von keinem anderen Test übertroffen (N. Bizzaro et al. (2006) 5th International Congress on Autoimmunity, Sorrent, Italien), auch nicht von scherzhaft so genannten „Tests der 3. Generation“, deren Spezifität, bei zwar verbesserter Empfindlichkeit, teilweise deutlich abfällt.
M2-3E: Ein kompetentes Designer-Antigen für die Bestimmung der Antikörper gegen M2 in der Diagnostik der PBC
Zum Nachweis der Primär-biliären Leberzirrhose (PBC) läßt der Arzt Antikörper gegen das Mitochondrien-Antigen M2 (AMA-M2) bestimmen. Dies ist ein Komplex aus mehreren Enzymen – von denen als Autoantigene folgende Untereinheiten wichtig sind: Pyruvat-Dehydrogenase, Verzweigtketten-Ketosäure-Dehydrogenase und Ketoglutarat-Dehydrogenase. Bis zu 90% der M2-spezifischen Autoantikörper richten sich gegen die Pyruvat-Dehydrogenase, daher basieren viele kommerzielle Anti-M2-ELISA allein auf diesem Hauptzielantigen, darunter auch der bisher von EUROIMMUN hergestellte Test. Ein kleiner Rest von Patienten mit Antikörpern ausschließlich gegen Epitope der zwei übrigen Enzyme wurde bisher serologisch nicht erfasst. Ein neues Testsystem von EUROIMMUN verwendet dagegen ein Designer-Fusionsprotein, das alle drei relevanten Enzymkomplexe (3E) des M2-Antigens in definierter Relation zueinander enthält (nach Moteki et al., Hepatology 24:97, 1996). In einer Studie mit 170 Seren klinisch charakterisierter PBC-Patienten zeigte der EUROIMMUN Anti-M2-3E-ELISA die bislang unerreichte Sensitivität von 93% (herkömmlicher Anti-M2-ELISA im gleichen Patientenkollektiv: 79%). Die Spezifität des neuen Testsystems betrug 98% – sie wurde anhand eines Kontrollkollektivs von 989 Seren ermittelt.
BIOCHIP-Mosaiken™ für die serologische Diagnostik von Tropenkrankheiten und speziellen Infektionen
Der wachsende Ferntourismus stellt Ärzte in Deutschland vor große Herausforderungen: Jedes Jahr reisen vier Millionen Bundesbürger in tropische oder subtropische Länder, fast jeder fünfte kehrt mit Diarrhoe oder Fieber zurück. Von diesen kann bei etwa 15 Prozent eine tropentypische Infektion nachgewiesen werden. Ein immer größer werdendes Problem sind z. B. importierte Infektionen mit Dengue-Viren. Schätzungen des Robert - Koch-Institutes gehen von mehreren hundert Fällen pro Jahr mit einer hohen Dunkelziffer aus. Da sich die Leitsymptome vieler tropischer Fieberkrankheiten sehr ähneln und sich die Endemiegebiete häufig überlappen, müssen spezifische Erreger- und Antikörpernachweise oft helfen, unklare Befunde abzusichern und hochgefährliche Infektionskrankheiten auszuschließen. Um möglichst vielen Laboratorien eine zuverlässige, standardisierte serologische Diagnostik zu ermöglichen, entwickelt EUROIMMUN ein umfangreiches Repertoire für die indirekte Immunfluoreszenz.
Für folgende Erreger sind bereits Testsysteme (Einzeltests oder BIOCHIP-Mosaiken™ in beliebigen Kombinationen) erhältlich: SARS-Coronaviren, Dengue-Viren (Typen 1-4), West-Nil-Viren, Gelbfieber-Viren, Japanische-Enzephalitis-Viren, Sandfliegen-Fieber-Viren (Typen Sicilian, Naples, Toscana und Cyprus), Hantaviren (Typen Hantaan, Puumala, Seoul, Dobrava, Saaremaa, Sin Nombre und Andes) und Chikungunya-Viren. Für die Diagnostik der Antikörper gegen SARS-Coronaviren, Dengue-Viren Typ 2 und West-Nil-Viren bietet EUROIMMUN auch ELISA an. Die Produkte sind gemäß der IVD-Richtlinie 98/79/EG zertifiziert (CE-Kennzeichnung). Zur Evaluierung der Testsysteme werden in Kooperation mit renommierten Instituten wissenschaftliche Studien durchgeführt. Mehr Informationen
EUROIMMUN auf der Analytica in München, vom 1. bis zum 4. April 2008
Was hat sich im letzten Halbjahr alles getan auf den Gebieten Autoimmun-Diagnostik, Infektions-Serologie und Allergologie? Besuchen Sie uns in Halle A3 auf dem Stand 501, dann werden wir Ihnen von den wichtigsten Neuerungen berichten!
Insbesondere möchten wir Ihnen unsere Automatisierungslösungen vorstellen – sorgfältig aufeinander abgestimmte Konzepte für das gesamte Spektrum der Antikörperdiagnostik, zur Optimierung der täglichen Arbeitsabläufe in Ihrem Labor:
| Gerät/Software | Details |
IIFT | EUROStar II Plus | LED-IIFT-Mikroskop mit Durchlicht, Polarisations-/Phasenkontrast |
ELISA | EUROIMMUN Analyzer I | |
| EUROIMMUN Analyzer I-2P | Vollautomatischer ELISA-Prozessor (bis zu 3 Platten) |
Blot | EUROBlotMaster | Automatischer Immunblot-Prozessor (Inkubation) |
| EUROLineScan | System zur Auswertung inkubierter Blotstreifen und Befund-archivierung |
LIMS | EUROLabOffice | Software zur Geräteanbindung und Befunderhebung/-verwaltung |
Lassen Sie sich zudem vom Testverhalten unserer maßgeschneiderten Designer-Antigene überzeugen, die in multizentrischen klinischen Studien vollkommen neue Qualitätsstandards in der serologischen Diagnostik der Zöliakie, des systemischen Lupus erythematodes sowie der Wegener´schen Granulomatose gesetzt haben.
Serologische Diagnostik des Bullösen Pemphigoids: Der neue Anti-BP180-4X-ELISA von EUROIMMUN
Das Bullöse Pemphigoid stellt eine der häufigsten Autoimmundermatosen dar. Die Inzidenz liegt, je nach Lebensalter, zwischen jährlich 0,7 bis 1,8 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner und steigt nach dem 60. Lebensjahr deutlich an. Für die Diagnose ist neben dem klinischen Bild der Nachweis spezifischer Autoantikörper in der Haut (direkte Immunfluoreszenz) und im Serum (indirekte Immunfluoreszenz, ELISA) entscheidend. Diese Autoantikörper richten sich hauptsächlich gegen die nicht-kollagene Domäne NC16A des Proteins BP180/Kollagen XVII („Bullöses-Pemphigoid-Antigen“, 180 kDa), das für die Adhäsion der Epidermis auf dem Bindegewebe verantwortlich ist. Die Prävalenz der Autoantikörper beträgt beim Bullösen Pemphigoid 90% (indirekte Immunfluoreszenz auf salzgespaltener Haut).
Für den Nachweis der Antikörper gegen BP180 existieren bereits ELISA-Testsysteme, die in der Sensitivität der indirekten Immunfluoreszenz gleichkommen. Sie liefern jedoch gelegentlich falsch-positive Ergebnisse – zum Beispiel bei Rheumatoider Arthritis, SLE oder Progressiver Systemsklerose. Durch eine Modifikation des im ELISA für die Beschichtung der Festphase verwendeten Antigens ist es gelungen, den Antikörpern der Serumprobe das Epitop-Spektrum in einer optimierten Weise komplett zu präsentieren: Erstmals wird eine Multimerstruktur der NC16A-Domäne zum Antikörpernachweis eingesetzt. Jedes Epitop ist im Molekül mehrfach vertreten – wird eines durch die Bindung an die Festphase blockiert, stehen noch weitere für die Reaktion mit den Autoantikörpern zur Verfügung. Die dadurch erreichte deutlich verbesserte Immunreaktivität erlaubt es, den Test spezifischer einzustellen, so dass nahezu ausschließlich nur noch Seren reagieren, die tatsächlich Autoantikörper gegen BP180 enthalten.
Der Anti-BP180-4X-ELISA von EUROIMMUN stellt eine kompetente Alternative zur indirekten Immunfluoreszenz dar. Der Test ermöglicht die eindeutige Charakterisierung der beim Bullösen Pemphigoid vorkommenden Autoantikörper und somit die Abgrenzung zu anderen bullösen Autoimmundermatosen, wie Pemphigus vulgaris, Epidermolysis bullosa acquisita und Dermatitis herpetiformis Duhring. Das neue Testsystem zeichnet sich durch eine kürzere Abarbeitung (75 min) gegenüber bisherigen Testsystemen aus, und es ist einfacher zu handhaben. Der Anti-BP180-4X-ELISA weist eine Sensitivität von 89,9% auf und besticht durch seine unerreicht hohe Spezifität (97,9%)! Der Serumspiegel der Anti-BP180-Autoantikörper korreliert mit der Krankheitsaktivität. Dieser Parameter spielt daher nicht nur bei der Primärdiagnostik eine große Rolle, sondern auch bei der Einschätzung des Krankheitsverlaufs und des weiteren Therapiebedarfs.








